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Sechs Wochen bis zum 2. August: die Schlussliste

Im August kommen die Pflichten für Allzweck-KI. Für ein Schweizer KMU ist das eine kurze Liste — und das meiste ist erledigt, wer mitgelesen hat.

Der 2. August 2025 ist sechs Wochen entfernt. Er bringt Pflichten für Anbieter von Allzweck-KI-Modellen. Sie sind keiner — und das bleibt die gute Nachricht vom 4. April: Die Frist erzeugt Unterlagen, die zu Ihnen fliessen, statt Pflichten, die bei Ihnen landen.

Hier die ganze Liste für einen Betrieb mit dreissig Leuten.

Vor dem August

  • Die Lieferantenmail schicken, falls noch nicht. Je eine an jeden Anbieter, auf dessen KI-Funktion Sie sich stützen: Welcher Modellanbieter steht dahinter, und geben Sie dessen Unterlagen nach Veröffentlichung weiter? Der Beitrag vom 4. April hat den Wortlaut. Antworten vor dem August sind mehr wert als im September nachgefasste.
  • Die Julidurchsicht machen. Die vierteljährliche Nachführung vom 28. April: Werkzeugliste auffrischen, eine Klarstellung ergänzen, Datum ändern. Zwanzig Minuten.
  • Die Lieferantenantworten zur Seite legen. Wenn ein Beschaffungsfragebogen kommt — und er kommt, wie der Beitrag vom 9. Mai darlegte —, wollen Sie einen Ordner statt einer Suche im Postfach.

Was Sie nicht tun müssen

Ihre Systeme nach Risikostufe einteilen. Irgendetwas registrieren. Eine Compliance-Verantwortliche ernennen. Software kaufen. Ein Gutachten bestellen.

All das wird Schweizer KMU auf diese Frist hin verkauft — und für einen Betrieb, der KI nutzt statt anbietet, ist nichts davon nötig. Kommt eine Offerte, die den August als Grund nennt, fragen Sie, welcher konkrete Artikel für Sie gilt. Die Antwort ist meist Schweigen.

Die Schweizer Lage, noch einmal

Der EU AI Act erreicht Sie nur über den EU-Markt. Der Bundesrat entschied im Februar gegen ein Schweizer Gegenstück und unterzeichnete im März die Europaratskonvention; Ausführungsrecht wird bis Ende 2026 erwartet.

Also: Wer in die EU verkauft, für den gilt der Augustkalender. Wer nicht, hält das mit dem heutigen Datum fest und legt es zur Seite.

Und nach dem August

Nichts bis zum 2. August 2026, wenn die Hochrisikobestimmungen kommen — und auch die werden die meisten KMU nicht berühren.

Wer die drei Dinge oben in den nächsten sechs Wochen erledigt, hat dieses Thema also für ein Jahr geschlossen. Das ist eine bessere Lage als die der meisten Betriebe Ihrer Grösse — und sie hat etwa vier Stunden gekostet, verteilt über neun Monate.

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