Kundenanfragen und interne Meldungen mit Zuständigkeit, sichtbarem Stand und dem Verlauf am Kunden. Ein Ticket entsteht auch aus einem Formular oder einem Gespräch.
Anfragen kommen an info@, an eine persönliche Adresse, über das Kontaktformular und per Telefon. Wer gerade Zeit hat, antwortet. Zwei Personen bearbeiten dieselbe Anfrage, eine dritte bleibt liegen, weil alle dachten, jemand anders habe sie übernommen. Wenn dieselbe Kundin drei Wochen später erneut anruft, beginnt die Rekonstruktion von vorn, denn was beim letzten Mal besprochen wurde, steht im Postfach einer Person, die heute nicht da ist.
Nicht das Antworten ist schwierig, sondern der Überblick über alles, was offen ist, diese fünf Punkte schaffen ihn.
Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Bei 40 Anfragen pro Woche gehen erfahrungsgemäss fünf bis zehn Prozent doppelt oder gar nicht bearbeitet durch, wenn die Zuständigkeit nur im Kopf existiert. Das sind zwei bis vier Fälle wöchentlich, jeder mit einer verärgerten Kundin oder einer unnötigen Wiederholung am anderen Ende. Der grössere Hebel ist die Auswertung: Wenn dieselbe Frage 30 Mal im Quartal kommt, ist die Antwort nicht ein schnelleres Ticket, sondern eine Anleitung im Wiki oder eine Korrektur am Produkt. Ohne Zählung sieht man das Muster nicht.
Gebaut ist das für Schweizer Betriebe mit etwa fünf bis fünfzig Mitarbeitenden, deren Kundschaft nach dem Verkauf weiterbetreut wird: technische Dienstleistung und Softwarehäuser, Haustechnik und Service, Maschinenbau mit Wartungsvertrag, Immobilienverwaltung, Treuhand, interne IT. Typisch sind zwei bis fünf Personen, die Anfragen neben ihrer eigentlichen Arbeit beantworten, und Kundschaft, die über Jahre wiederkommt.
Am meisten holt heraus, wer wiederkehrende Kundschaft mit einem Vertrag im Rücken betreut: Wartung, Servicepauschale, Abonnement. Dort zahlt sich aus, dass am selben Dossier steht, was zuletzt gemeldet, geliefert und verrechnet wurde. Je länger die Beziehung läuft, desto mehr trägt diese Spur.
Sie fangen mit den laufenden Fällen an, nicht mit dem Archiv. Was gerade im Postfach liegt, erfassen Sie einmal als Ticket, mit Kunde, Kategorie und zuständiger Person. Das Kontaktformular Ihrer Website zeigen Sie auf ein Formular der Plattform um, damit neue Anfragen von Anfang an als Ticket entstehen. Kategorien und Prioritäten übernehmen Sie als Vorlage oder benennen sie nach den Fällen, die bei Ihnen tatsächlich vorkommen. Eine Standardzuständigkeit je Kategorie genügt für den Start.
Danach kommt bewusst wenig: keine Schulungswoche, keine Rollenmatrix, die erst entworfen werden müsste. In der ersten Woche läuft das bisherige Postfach weiter, und wer eine Anfrage daraus übernimmt, legt sie in einem Schritt als Ticket an. Mitnehmen müssen Sie nur die offenen Fälle. Abgeschlossene Korrespondenz bleibt liegen, wo sie liegt, und niemand presst drei Jahre E-Mail in eine neue Maske.
Reden, melden, informieren — ohne dass jemand drei Programme offen haben muss.
Posteingang, Termine, Dokumente, Notizen: der Arbeitstag, nicht die Werkzeugkiste.
Vom ersten Kontakt bis zum unterschriebenen Vertrag, in einer durchgehenden Kette.
Was das Geschäft trägt: Aufträge, Bestände, Anlagen, Projekte, Tickets.
Was die Firma weiss, bleibt auffindbar — auch wenn jemand das Haus verlässt.
Achtzehn Module, eine Oberfläche, ein Login. Kein Flickenteppich aus Werkzeugen, die voneinander nichts wissen.
Wir zeigen Ihnen ein Ticket aus einem Formular, die Zuweisung, den Kundenverlauf mit Rechnungen daneben, und die Frage nach dem, was diesen Monat am häufigsten kam. Ohne Vertrag, ohne Vorbereitung.