Deutsch
+ Wissen und Dokumente

Wissen, das bleibt, wenn die Person geht.

Wiki, Dokumentenablage und Vorlagen an einem Ort, durchsuchbar durch den Assistenten. Was einmal dokumentiert ist, muss nicht ein zweites Mal erklärt werden.

01 · Das Problem

Das Wissen ist nicht verloren. Es ist nur nicht auffindbar.

Der Ablauf für die Jahresabgrenzung steht in einem Word-Dokument auf einem Laufwerk, die Ausnahme dazu in einer E-Mail von 2024, und die eigentliche Begründung kennt die Person, die im Sommer pensioniert wird. Solange sie da ist, funktioniert alles, weil man fragen kann. Danach wird derselbe Ablauf neu erfunden, meist etwas schlechter, und die Ausnahme fällt beim ersten Mal durch. Das ist kein Dokumentationsproblem. Es ist ein Auffindbarkeitsproblem.

02 · Unter der Haube

Was Dokumentation von einem Ablageort unterscheidet.

Abgelegt ist schnell, auffindbar ist die Arbeit, diese fünf Punkte übernehmen sie.

  • Wiki für Abläufe und Entscheide, Prozesse und die Gründe dahinter dokumentiert, statt nur in Köpfen und alten E-Mails.
  • Ablage mit geprüften Vorlagen, Verträge, Offerten und Berichte entstehen aus Vorlagen, die jemand freigegeben hat.
  • Der Assistent antwortet daraus, Fragen werden aus dem beantwortet, was im Unternehmen steht, mit Verweis auf die Quelle.
  • Berechtigungen gelten, Gelesen wird nur, worauf die fragende Person ohnehin Zugriff hat. Kein Wissen über Umwege.
  • Verbunden mit dem Vorgang, Ein Dokument hängt am Projekt, Vertrag oder Kunden, statt in einer Ordnerstruktur zu verschwinden.
03 · Was es bringt

Die Pensionierung, die kein Projekt mehr auslöst.

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Der laufende Teil ist die Zeit, die täglich für Rückfragen draufgeht, deren Antwort im Haus bereits existiert, in vielen Betrieben zehn bis zwanzig Minuten pro Person und Tag. Der andere Teil kommt selten, aber teuer: der Austritt oder die Pensionierung einer Schlüsselperson. Wenn bei Ihnen schon einmal ein Ablauf nach einem Weggang neu erarbeitet werden musste, kennen Sie die Grössenordnung, und Sie wissen auch, dass der Schaden nicht in den Stunden liegt, sondern in den Fehlern der ersten Monate danach.

04 · Für wen

Für wen das gebaut ist.

Gebaut ist das für Schweizer Betriebe zwischen etwa zehn und hundert Mitarbeitenden, bei denen Abläufe schriftlich vorliegen müssen: Treuhand und Beratung, technische Dienstleistung, Planung und Bau, Produktion mit Qualitätssicherung, Betriebe in Pflege und Bildung. Typisch sind Weisungen auf einem Laufwerk, Vorlagen in mehreren Fassungen und eine Handvoll Personen, die gefragt werden, sobald etwas unklar ist.

Am meisten trägt es dort, wo dieselbe Arbeit von wechselnden Personen erledigt wird: Teilzeitpensen, Stellvertretungen, Lernende, saisonale Spitzen. Je mehr Hände an einem Ablauf sind, desto häufiger wird er erklärt, und desto mehr bringt es, wenn die Erklärung einmal steht und beim nächsten Mal mit Quelle zitiert werden kann.

05 · Umstieg

Der Umstieg beginnt mit dem, was schon geschrieben ist.

Sie laden hoch, was bereits existiert: Word-Dateien vom Laufwerk, PDF-Weisungen, Excel-Listen, Präsentationen. Beim Hochladen wird der Text ausgelesen, damit die Unterlage durchsuchbar wird; die Datei selbst bleibt im Originalformat und lässt sich öffnen wie vorher. Das Wiki füllt sich danach nicht am Stück, sondern entlang der Fragen aus dem Alltag: Wer eine Frage beantwortet hat, macht aus der Antwort einen Eintrag. Vorlagen für Verträge, Offerten und Berichte geben Sie einmal frei.

Danach verschiebt sich die Arbeit vom Erklären zum Ergänzen. Nicht mitnehmen müssen Sie die gewachsene Ordnerstruktur, die Namenskonvention aus dem letzten Jahrzehnt und die Dauerfrage, ob ein Dokument zum Kunden oder zum Projekt gehört: Es hängt an dem Vorgang, zu dem es gehört, und Sie suchen es über die Frage statt über den Pfad.

06 · Die Plattform

Wissen und Dokumente ist ein Modul — hier ist der Rest.

07 · Häufige Fragen

Was Geschäftsführerinnen und Teamleiter zuerst fragen.

Wir haben ein Laufwerk mit Dokumenten aus vielen Jahren. Müssen wir das zuerst aufräumen?

Aufräumen ist nicht die Voraussetzung, sondern das Ergebnis. Sie laden den Bestand hoch, wie er heute ist, und arbeiten ab dann über Fragen statt über Ordner. Zu jeder Antwort gehört das Dokument, aus dem sie stammt. Wenn dabei sichtbar wird, dass drei Fassungen derselben Weisung nebeneinanderliegen, ist das genau die Stelle, an der sich Aufräumen tatsächlich lohnt.

Woher wissen wir, dass eine Antwort aus unseren eigenen Unterlagen kommt?

Weil die Quelle dabeisteht. Zu jeder Antwort gehört der Wiki-Eintrag oder das Dokument, aus dem sie stammt, und Sie öffnen die betreffende Stelle mit einem Klick. Beurteilt wird damit nicht eine Aussage der Plattform, sondern Ihr eigener Text. Wer die Antwort weiterverwendet, etwa in einer Mail an die Kundschaft, kann die Quelle gleich mitgeben.

Sieht dann jede Person alles, was im Haus dokumentiert ist?

Nein. Die Berechtigungen des Bestands gelten auch für die Antwort: Was eine Person in der Ablage nicht öffnen darf, erscheint auch nicht als Auszug in ihrer Antwort. Lohnrelevante Unterlagen bleiben beim Personaldienst, Verträge bei den Berechtigten, der allgemeine Teil steht allen offen. Dieselbe Frage wird deshalb je nach Rolle unterschiedlich weit beantwortet.

In unseren Unterlagen stehen Verträge und Personaldaten. Wo liegen sie, und was davon geht an ein KI-Modell?

Die Daten werden in der Schweiz gehostet. Bevor etwas an ein externes KI-Modell geht, maskiert oder blockiert der Sensitive Data Guard personen-, vertrags- und finanzbezogene Inhalte; weitergegeben wird nur der freigegebene, nicht identifizierende Teil, unter Verträgen ohne Training. Gehostet wird in den ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren von Hostpoint, und die eigenen Sicherheitsprozesse sind an ISO 27001 ausgerichtet.

Welche Dateiformate können wir ablegen?

PDF, Word, Excel, PowerPoint, Textdateien, Markdown und CSV, dazu gängige Code- und Datenformate. Beim Hochladen wird der Text ausgelesen, damit die Unterlage durchsuchbar wird; die Datei bleibt daneben im Originalformat und lässt sich herunterladen wie bisher. Für den Alltag heisst das: Ein bestehendes Dokument wird abgelegt, wie es ist, und nicht vorher in ein neues Format übertragen.

Wer pflegt das Ganze, wenn alle im Tagesgeschäft stecken?

Die Pflege hängt an der Arbeit, nicht an einem Redaktionsplan. Wer eine Frage beantwortet hat, macht aus der Antwort einen Eintrag, und das dauert ungefähr so lange wie die Mail, die sonst geschrieben worden wäre. Welche Themen noch fehlen, zeigt der Alltag von selbst, weil dieselbe Frage ein zweites und ein drittes Mal gestellt wird.

Wie stellen wir sicher, dass alle dieselbe Offertvorlage verwenden?

Indem die Vorlage dort liegt, wo das Dokument entsteht. Verträge, Offerten und Berichte werden aus freigegebenen Vorlagen erzeugt, statt aus der letzten Fassung einer Kollegin heraus kopiert zu werden. Ändert sich eine Klausel, ändert jemand sie an der Vorlage, und das nächste Dokument trägt die neue Fassung. Wer freigeben darf, ist eine Frage der Rolle.

Eine Schlüsselperson geht in Pension. Was tun wir damit konkret?

Sie beginnen bei den Abläufen, die heute nur über diese Person laufen, und arbeiten die Liste in den verbleibenden Monaten ab: je Ablauf ein Eintrag mit den Schritten, den Ausnahmen und der Begründung. Die Begründung ist der Teil, der sonst mitgeht. Danach stellt die Nachfolge dieselbe Frage und bekommt die Antwort samt Quelle, statt sie neu herzuleiten.

Stellen Sie dem Assistenten eine Frage zu Ihren eigenen Unterlagen, in 30 Minuten.

Wir zeigen Ihnen einen Wiki-Eintrag, ein Dokument aus einer geprüften Vorlage, und eine Frage an den Assistenten, die aus beidem beantwortet wird, mit Verweis auf die Quelle. Ohne Vertrag, ohne Vorbereitung.